IP65 vs IP66 vs IK10: Choosing the Right Protection for Outdoor Displays

Käufer verwenden die Bezeichnungen IP65, IP66 und IK10 oft synonym. Das stimmt nicht – und eine falsche Wahl kann dazu führen, dass das Display bei Regen ausfällt, sich mit Staub füllt oder beim ersten Stoß zerbricht.

Hier erfahren Sie, was die einzelnen Schutzklassen bedeuten, wo sie sich überschneiden und wie Sie den richtigen Schutz für Ihre spezifische Außeninstallation auswählen.

IP-Schutzarten: Staub- und Wasserschutz, entschlüsselt

Die IP-Schutzart (Ingress Protection) besteht aus zwei Ziffern. Die erste Ziffer gibt den Schutz gegen … an. feste Gegenstände und Staub (0–6). Die zweite Ziffer bewertet den Schutz gegen Wasser (0–9).

Für Außendisplays gelten folgende Zahlen:

  • Erste Ziffer 6: Staubdicht. Kein Eindringen von Staub. Genau das Richtige für jede Außenumgebung oder staubige Umgebung.
  • Zweite Ziffer 5: Geschützt gegen Wasserstrahlen aus jeder Richtung (6,3-mm-Düse).
  • Zweite Ziffer 6: Geschützt gegen mächtig Wasserstrahlen aus jeder Richtung (eine 12,5-mm-Düse bei höherem Druck).

Also IP65 bedeutet staubdicht und gegen Wasserstrahlen geschützt. IP66 bedeutet staubdicht und geschützt gegen stärker Wasserstrahlen. Beide sind absolut staubdicht – der Unterschied liegt in der Beständigkeit gegenüber Wasserdruck.

IP65 vs. IP66: Was der Unterschied in der Praxis tatsächlich bedeutet

Wenn man vergleicht IP65 vs IP66 Der entscheidende Faktor ist die Wasserdruckbeständigkeit. Für die meisten Außeninstallationen ist IP65 ausreichend. Es hält Regen stand und verträgt einen Hochdruckreiniger in angemessener Entfernung. Wo IP66 seine Vorteile ausspielt:

  • Küstenumgebungen mit windgetriebenem Salznebel und starkem Regen
  • Bereiche, die gerichteten Wasserstrahlen ausgesetzt sindwie beispielsweise Drive-in-Spuren oder Installationen neben Autowaschanlagen
  • Hochdruckreinigungsroutinen, wo die Einsatzkräfte regelmäßig Einhausungen sprengen.

Die praktische Schlussfolgerung: IP65 schützt vor Regen; IP66 schützt vor Regen und anhaltendem Druck. Für Installationen im normalen Straßen- oder Parkbereich ist IP65 ausreichend. Bei Küstenstürmen oder Hochdruckreinigern empfiehlt sich IP66. MWE-Außengeräte sind in den Schutzarten IP55, IP65 und IP66 erhältlich, um den jeweiligen Belastungen gerecht zu werden. Es gibt keinen Grund, für IP66 zu bezahlen, wenn IP65 genügt, und in Sturmgebieten sollte man kein Risiko mit IP55 eingehen.

IK Ratings: Der Aufprallschutz, den jeder vergisst

IP-Schutzklassen sagen nichts über die Auswirkungen aus. Das ist die IK-Skala. IK00 bis IK10 — das die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einwirkungen misst, gemessen in Joule.

IK10 Das bedeutet, dass das Gehäuse einem Aufprall von 5 Joule standhält: Das entspricht in etwa dem Fallenlassen einer 5 kg schweren Masse aus 40 cm Höhe oder einem gezielten Tritt oder Hammerschlag. Für Außendisplays im öffentlichen Raum ist dies wichtig, weil:

  • Vandalismus verursacht reale Betriebskosten – ein zerbrochener Bildschirm bedeutet Ausfallzeit und Reparaturkosten.
  • Herabfallende Trümmer, Hagel und umherfliegende Einkaufswagen verursachen allesamt Schäden.
  • Eine Schutzart IP66 mit einem schwachen Frontglas reicht trotzdem aus, um bei einem Stoß zu zerbrechen.

Für Kioske im Straßenraum, Bushaltestellen und alle anderen für die Öffentlichkeit erreichbaren Ausstellungsflächen, Kombinieren Sie Ihre IP-Schutzart mit einer IK-Schutzart. — und vandalensicheres oder Verbundglas für die Frontscheibe vorschreiben.

Wie Sie den Schutz an Ihre Installation anpassen

Umwelt Wasser/Staub Auswirkungen
Schattige Veranda / halboffener Bereich IP55 Standardglas
Straßenkiosk, normaler Regen IP65 IK08+ (vandalensicheres Glas)
Bushaltestelle / stark frequentiert IP65–IP66 IK10 (vandalensicher)
Küsten- / Autowaschanlage / Hochdruckreiniger IP66 IK08+ je nach Reichweite

Schutzklassen berücksichtigen keine Hitze

Ein häufiger Fehler: die Annahme, IP66 bedeute „ausschließlich für den Außenbereich geeignet“. Eine IP-Schutzart deckt jedoch nur Staub und Wasser ab. Sie sagt nichts über die Außentauglichkeit aus. Wärmemanagement Ein abgedichtetes IP66-Gehäuse ohne Kühlung staut die Hitze und zerstört das Panel schneller als Regen. Beachten Sie die IP-Schutzart (Schutz gegen Eindringen von Wasser) und die Wärmeauslegung; das sind zwei verschiedene Dinge.

Wie man die Bewertungsansprüche eines Lieferanten überprüft

  • Fordern Sie den Testbericht an: Eine legitime IP-Zertifizierung beinhaltet eine Dokumentation von Tests durch Dritte (z. B. IP65, verifiziert durch CTI) und besteht nicht nur aus einer Zahl auf einem Blatt Papier.
  • Überprüfen Sie das gesamte Gehäuse: Die Bewertung sollte die gesamte Baugruppe umfassen – Dichtungen, Kabelverschraubungen und Lüftungsöffnungen – und nicht nur die Frontscheibe.
  • Bitte bestätigen Sie die genaue Ziffer: „Wasserdicht“ ist keine Schutzart. Fragen Sie nach den genauen IP- und IK-Codes.

Fazit für den Käufer

IP65, IP66 und IK10 beantworten drei verschiedene Fragen: Kann Staub eindringen? Kann Wasser eindringen? Kann es jemand kaputt machen? Wählen Sie die IP-Schutzart für Ihre Wasserbeständigkeit, fügen Sie eine IK-Schutzart hinzu, wenn die Öffentlichkeit das Display erreichen kann, und lassen Sie sich niemals von einer IP-Nummer in Bezug auf die Wärmedämmung beeinflussen – siehe auch unsere Kaufberatung für Outdoor-LCDs Die vollständige Spezifikationsliste finden Sie hier. MWE bietet Outdoor-Displays in den Schutzarten IP55/IP65/IP66 mit von Dritten geprüftem Schutz gegen Eindringen von Fremdkörpern, entspiegeltem und vandalismusgeschütztem Glas sowie aktivem Wärmemanagement – die Schutzart auf dem Papier entspricht also der Realität im praktischen Einsatz. Schildern Sie uns Ihre Installationsbedingungen und wir werden den richtigen Schutz spezifizieren.

Bonnie Hu

Bonnie Hu

Vertriebsleiter bei Marvel Technology (China) Co., Ltd. – über 10 Jahre Erfahrung mit digitalen LCD-Außenbildschirmen und B2B-Lösungen. Von Shenzhen, China aus leite ich die weltweite Implementierung kommerzieller Displays und die Produktstrategie für MWE (Marvel Technology).

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